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mms kündigt XBRL-Schnittstelle für ns.publish an

Die Schweizer mms solutions hat als erster namhafter CMS-Hersteller eine eigene und voll integrierte XBRL-Schnittstelle (ESEF) angekündigt. Das neue Modul ist demnach ab 2020 als Add-On für das Redaktionssystem ns.publish verfügbar.

 

XBRL ist in aller Munde – wobei man eigentlich schreiben sollte – schlummert auf allen Schreibtischen. Denn eine echte Lösung hat sich noch nicht etabliert. Bestenfalls erste Lösungsansätze:
  • Nachgelagert vom fertigen PDF

Die Erstellung erfolgt manuell und erst nachdem der GB als fertiges PDF vorliegt. Das wäre eine einfache aber durchaus qualifizierte „Cut&Paste“-Aufgabe, mit allen bekannten Tücken in der Abstimmung.

  • Vorgelagert aus dem Konsolidierungstool

Die „Primary Financial Statements“ werden als ESEF-Daten aus einem bestehenden Konsolidierungstool (Export z.B. aus Tagetik) übertragen. Die Inhalte aus den Notes fehlen dann allerdings, so man sie denn benötigt …

  • Vorgelagert aus einem Disclosure Management System (DMS)

Erste Quelle der Daten ist wieder ein Konsolidierungstool, allerdings überträgt man die Daten zunächst an ein DMS, zum Beispiel SmartNotes, SAP DM, IBM Cognos. Von dort geht es weiter in den wie auch immer gearteten XBRL-Export-Prozess … Die vorgelagerten Prozesse bergen zumeist ein gewaltiges Risiko: Späte Korrekturen an den Zahlen müssen in verschiedenen Systemen vollzogen werden: Für XBRL direkt an der Quelle und für den eigentlichen Geschäftsbericht, der ja bereits bei einer anderen Abteilung oder von einer Agentur erstellt wird. Zieht man in Betracht, dass viele Änderungen bei und während der Entstehung des GB überhaupt erst zu Tage treten, müssen diese Korrekturen also zusätzlich in das XBRL-System zurück geschrieben werden. Risky Business!

  • Integrierter Ansatz – „Single Source of Truth“

Hier werden die Finanzberichte in einem zentralen Content Management System erstellt, redigiert und anschließend in verschiedene Kanäle exportiert. Also auch XBRL. Der Charme dieses Ansatzes liegt darin, dass man eine „Single Source of Truth“ besitzt. Daten hier wie da, im Layout für print oder online, Deutsch und Englisch, Vorlage Wirtschaftsprüfer und XBRL sind identisch.

Entwicklung in Zusammenarbeit mit börsennotierten Unternehmen

Den integrierten Ansatz hat die mms solutions bzw. ns.publish gewählt. In Zusammenarbeit mit etwa einem dutzend renommierten „First Mover“ – sämtlichst bereits bestehende ns.publish-Anwender – entwickeln die Schweizer XBRL als optionales Modul für ihre Software. Die beteiligten Unternehmen können eigene Wünsche und Erfordernisse einbringen, den Stand der Entwicklung kommentieren und umgekehrt – zunächst erst mal testweise – XBRL in die eigenen Prozesse der Geschäftsberichtserstellung integrieren.

Weitere Informationen zu ns.publish finden Sie unter www.sparks.de oder Sie sprechen direkt mit dem Autor
Till Klages

+49 89 3563770

Wofür steht eigentlich XBRL?

XBRL (eXtensible Business Reporting Language) ist eine auf XML basierende Sprache, mit der elektronische Dokumente im Bereich der Finanzberichterstattung erstellt werden. Insbesondere werden Jahresabschlüsse in dieser Sprache generiert. (Wikipedia)

Die Idee und das Ziel dahinter ist simpel: Identische Daten und Informationen, die in unterschiedlichen Geschäftsberichten bzw. Firmen jeweils an anderer Stelle stehen oder mit anderen Begriffen überschrieben sind, sollen durch eine einheitlich Taxonomie auffindbar und vergleichbar gemacht werden. Jedes (börsennotierte) Unternehmen veröffentlicht beispielsweise seinen „Umsatz“, verwendet dafür aber ganz unterschiedliche Begriffe: Erlös, Leistung, betrieblicher Ertrag, Rohertrag usw.

Indem man das Feld definiert, in dem der passende Wert – respektive, die passende Information – stehen muss, klammert man die verwendete Bezeichnung aus. So können auch Maschinen komplexe Strukturen erkennen, verwerten und vergleichen.