KW 44/2026: CSRD-Anwendungsfragen und neue Impulse für die Berichtspraxis
Deutsche Umsetzung, naturbezogene Angaben und KI als Leser von Finanzinformationen.

Diese Woche stehen offene Fragen zur deutschen CSRD-Umsetzung und neue Vorschläge für naturbezogene Angaben im Mittelpunkt. Ergänzend gibt es praktische Hilfen zur freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung und Einblicke in die Nutzung von KI durch Investmentteams.
1. CSRD: DRSC fordert Präzisierungen im deutschen Gesetzentwurf
Am 20. Oktober 2026 hat das DRSC den Rechtsausschuss auf Unklarheiten beim persönlichen und zeitlichen Anwendungsbereich hingewiesen. Beispielsweise beanstandet es die Formulierung von Umsatzschwellen „am Abschlussstichtag“, obwohl Umsatzerlöse einen Zeitraum betreffen.
Status: Stellungnahme zum Gesetzgebungsverfahren. Es empfiehlt sich, die zugrunde gelegte Berichtspflicht und das erste Berichtsjahr mit der ESG-Fachberatung festzuhalten, bevor Umfang und Termine verbindlich vereinbart werden.
(Quelle: www.drsc.de)
2. ISSB: Entwurf zu naturbezogenen Angaben veröffentlicht
Seit 22. Oktober 2026 liegt ein vorgeschlagenes Practice Statement vor. Es soll Unternehmen helfen, naturbezogene Risiken und Chancen nach IFRS S1 darzustellen, und baut auf TNFD auf.
Status: Entwurf; Rückmeldungen bis 19. Februar 2027. Für international ausgerichtete Kunden ist das ein Beobachtungsthema, besonders bei Wasser, Rohstoffen und standortabhängigen Risiken. Eine zusätzliche Pflicht für ESRS-Berichte entsteht daraus nicht; ein sofortiger Umbau der Inhaltsraster ist nicht angezeigt.
(Quelle: www.ifrs.org)
3. Freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard: neue Praxisunterlagen
EFRAG hat am 22. Oktober 2026 den Ergebnisbericht seiner Veranstaltung zum Übergang von VSME zum freiwilligen Standard veröffentlicht. Aufzeichnung und Präsentationen sind ebenfalls zugänglich.
Status: Umsetzungshilfe. Für kleinere Unternehmen bieten die Unterlagen Orientierung für eine schlanke freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung. Daraus entsteht keine neue Frist
(Quelle: www.efrag.org)
4. IR-Praxis: KI unterstützt die Auswertung von Berichten
Ein aktueller S&P-Global-Beitrag beschreibt aus Gesprächen mit Investmentteams den Einsatz von KI zum Zusammenfassen, Durchsuchen und Auswerten von Dokumenten.
Status: qualitative Marktbeobachtung, keine repräsentative Studie. Für die Berichtsproduktion lässt sich daraus ableiten: Klare Überschriften, zugängliche Tabellen und konsistente Kennzahlen erleichtern die maschinelle Auswertung.
Wie Berichte für Menschen, Suchmaschinen und KI aufbereitet werden können, beschreibt auch SPARKS im Reporting-Bereich seiner Website.
(Quelle: www.spglobal.com)
* Dieses Reporting-Update ist ein experimentelles Format, das aus unserem zunächst internen Montagsbriefing entstanden ist. Die Beiträge werden mit ChatGPT erstellt. Wir freuen uns über Rückmeldungen, Richtigstellungen und kritische Kommentare, die wir gerne ebenfalls hier veröffentlichen.