KW 43/2026: Worauf ESMA bei Geschäftsberichten 2026 achtet
Geopolitische Risiken, verknüpfte Nachhaltigkeitsangaben und ESEF-Fehler: die europäischen Prüfungsschwerpunkte für die kommende Berichtssaison.

Diese Woche gibt es eine für laufende Berichtsprojekte sehr relevante Veröffentlichung: ESMA hat am 13. Oktober die europäischen Prüfungsschwerpunkte für die Geschäftsberichte 2026 festgelegt. Das sind keine neuen Gesetze, aber konkrete Schwerpunkte der nationalen Aufsichtsbehörden. (Quelle esma.europa.eu)
1. Finanzberichterstattung: geopolitische Risiken und Restrukturierungen
Geprüft werden insbesondere die nachvollziehbare Abbildung geopolitischer Risiken sowie Rückstellungen für Restrukturierungen und Schuldenrestrukturierungen.
Für uns relevant: Risikobericht, Prognose, Lagebericht und Abschluss müssen dieselbe wirtschaftliche Geschichte erzählen. Allgemeine Krisenformulierungen ohne konkreten Unternehmensbezug dürften kritischer gesehen werden.
2. ESRS: Konnektivität statt isolierter Einzelangaben
ESMA fokussiert weiterhin die Wesentlichkeitsanalyse und verlangt stärker verknüpfte Informationen: Auswirkungen, Risiken und Chancen müssen erkennbar mit Strategien, Maßnahmen, Zielen und Kennzahlen zusammenhängen.
Für uns relevant: Das bestätigt den integrierten konzeptionellen Ansatz. Im Inhaltsraster sollte jede wesentliche IRO möglichst einer Policy, Maßnahme, Zielgröße und Kennzahl zugeordnet werden.
3. ESEF: Eigenkapitalveränderungsrechnung im Fokus
ESMA nennt ausdrücklich wiederkehrende ESEF-Fehler in der Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Handlungsbedarf: Bei allen ESEF-Projekten für 2026 einen zusätzlichen Prüfpunkt in die QM-Checkliste aufnehmen: Tag-Auswahl, Dimensionskombinationen, Vorzeichen, Periodenbezug und rechnerische Konsistenz der Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Kurzfazit: Die ESMA-Schwerpunkte sollten jetzt in Kick-off-Unterlagen, Inhaltsraster und ESEF-QM für die Berichtssaison 2026 übernommen werden. Zu KI-gestützter Berichtsproduktion gibt es diese Woche keine neue belastbare Vorgabe.
* Dieses Reporting-Update ist ein experimentelles Format, das aus unserem zunächst internen Montagsbriefing entstanden ist. Die Beiträge werden mit ChatGPT erstellt. Wir freuen uns über Rückmeldungen, Richtigstellungen und kritische Kommentare, die wir gerne ebenfalls hier veröffentlichen.